5 Tipps für’s Bewerbung schreiben

In den letzten Wochen kam ein Thema immer wieder auf: Bewerbungen schreiben. Sowohl im beruflichen, wie auch im privaten Umfeld. In der sehr schwierigen Situation auf dem aktuellen Arbeitsmarkt ist es ein immer aktuelles Gesprächsthema. Einer schreibt immer gerade eine Bewerbung oder hat Bewerbungen vorliegen.

Auch ich habe schon etliche Bewerbungen selbst geschrieben. Und ich habe ebenso etliche gesehen und darüber entschieden, ob es interessant wäre, die Person zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Ich kenne also beide Seiten gut. Daher dachte ich, ich fasse meine Erfahrungen in einer Runde Tipps zusammen. Und hier kommen sie, die 5 Tipps für’s Bewerbungen schreiben:

Foto: Death to Stock Photo
Foto: Death to Stock Photo

1. Lest die Ausschreibung genau!

2. Keine Serienbriefbewerbung erstellen. Irgendwo funktioniert das mit den Adressen nie ganz, dann steht bei einem Frauennamen ein Herr davor, oder umgekehrt oder sogar der falsche Ansprechpartner von einer anderen Firma. Peinlicher geht es nicht. Das gleiche gilt für das Copy-Paste von Anschreibentexten. Last das einfach! Irgendwo versteckt sich dann doch noch der Firmenname der letzten Bewerbung.

3. Abgesehen davon sollte man sich mit jeder Jobausschreibung wenigstens so lange beschäftigen, dass man eine persönliche und individuelle Bewerbung schreiben kann. Ich weiß, was ihr denkt, das kostet doch unglaublich viel Zeit. Ja, das ist richtig. Aber ansonsten schreibt ihr für die Tonne. Die 0815-Bewerbung bekommen die Personalabteilungen zu Hunderten unter die Nase. Im Kulturbereich gibt es alleine auf Volontärsstellen zwischen 150 und 250 Bewerber. Manchmal sogar mehr. Auf eine Stelle! Natürlich müssen die grundlegenden Dinge vorhanden sein: Lebenslauf, Foto, Anschreiben. Aber genau bei letzterem habt ihr die Chance zu punkten. Der Lebenslauf gibt Fakten wieder. Den sehen sich die Entscheider natürlich auch an, aber mit dem Anschreiben, könnt ihr sie überraschen, überzeugen, neugierig machen und euch zum Vorstellungsgespräch einladen lassen. Hier könnt ihr sagen, was ihr gemacht habt, warum ihr – ja ihr – so super in diese Firma passt, was entgeht der Firma, wenn sie euch nicht einstellt etc. pp. 🙂  Ich weiß, das ist nicht einfach. Und ein Anschreiben soll ja nach Möglichkeit auch nicht länger als 1 Seite sein, 1 1/2 Seiten maximal. Da heißt es an den Sätzen feilen, umstellen, korrigieren, ersetzen und wieder feilen. Da können durchaus schon mal ein paar Stunden bei draufgehen.  Aber am Ende habt ihr eine Unikat-Bewerbung, der man ansieht, dass sie mit Liebe erstellt worden ist, bzw. dass sich der Bewerber Mühe damit gegeben hat und tatsächlich Gedanken reingesteckt hat, wie genau er in die Firma passt. Klar, hat man dann immer noch viele Mitbewerber, aber ich sage euch, jeder Entscheider, jeder Personaler ist froh, wenn er mal eine Bewerbung lesen kann, die nicht aus Textbausteinen aus dem Internet herauskopiert ist.

4. Nehmt ein einigermaßen vernünftiges Foto! Fotos, die ihr als Avatare im Internet nutzt, sind selten Bewerbungsgeeignet. Körper und Gesichter, die sich an Urlaubsruinen anschmiegen sind vielleicht für das Fotoalbum schön, für eine Bewerbung aber absolut nicht zu empfehlen. Auch sollte man darauf achten, das das Bild aktuell ist. 5-10 Jahre alte Passfotos können einen sehr falschen Eindruck hinterlassen. Zum Beispiel lassen Passfotos aus der Abiturzeit nur den sehr sehr jungen Menschen erkennen. Dass man eventuell sehr viel erwachsener und erfahrener aussieht und das auch für den Job möchte, kann durch ein veraltetes Foto natürlich nicht übermittelt werden.

5. Lasst die fertige Bewerbung mindestens eine Nacht oder einen Tag einfach liegen bevor ihr sie abschickt. Am nächsten Morgen noch einmal mit klarem Kopf drüber lesen. Fehlt da noch ein Komma, sieht der Umbruch komisch aus, oder hat man tatsächlich noch einen Tippfehler in der Anrede? Alles Dinge, die man mit einem frischen Kopf und wachen Augen viel besser sieht.

* Extra: Lasst euch – was das Layout angeht – ruhig mal inspirieren. Pinterest bietet da einen ziemlichen Fundus an unterschiedlichen Vorlagen und Ideen, wie eine Bewerbung gestaltet werden kann. Es muss nicht immer die normale Wordvorlage sein. Und je nachdem, für welchen Job in welchem Bereich man sich bewirbt, sticht eine solche etwas ungewöhnlichere (ansprechende) Gestaltung mit Sicherheit heraus. Passt auch noch der Inhalt: perfekt.



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