Die "Deutscher Buchpreis-App" 2013

Jedes Jahr wird auf der Frankfurter Buchmesse der “Deutsche Buchpreis” verliehen. Mitte August kam die Longlist heraus, eine Liste mit den von der Jury nominierten 20 Romanen. Wie jedes Jahr gibt es auch diesmal wieder ein Lesebuch zur Longlist. Hier werden Leseproben und Hintergrundinformationen der 20 Romane und ihrer Autoren angeboten. Das ganze gibt es allerdings mittlerweile auch digital, in Form einer App! Sowohl Smartphone- als auch Tablet-Nutzer mit  iOS- oder Android-Betriebssystem können nun Lese- und Hörproben der aktuellen Longlist auf ihrem eigenen Gerät testen. Dazu gibt es noch kleine Biographien, die Auflistung der ehemaligen Longlists, Shortlists und Gewinner der letzten Jahre, verpackt in einem gefälligen Design. Entwickelt hat das Ganze die Snippy GmbH aus Leipzig, ein App-Dienstleister, der sich auf Verlage und die Medienbranche spezialisiert hat.

Als medienaffine Leserin machte mich die Ankündigung der aktuellen App natürlich neugierig und ich habe sie gleich einmal heruntergeladen und getestet. Wer auch Interesse daran hat, hier sind die Links für

iOS: itunes app store https://itunes.apple.com/de/app/buchpreis/id555949388?mt=8

und Android: Google Play https://play.google.com/store/apps/details?id=de.snippy.BookAwards&feature=search_result#?t=W251bGwsMSwyLDEsImRlLnNuaXBweS5Cb29rQXdhcmRzIl0.

Bei mir ist es die Android-Version. Zunächst fällt auf, dass die App sehr lange braucht, um überhaupt zu starten. Das ist etwas schade, denn neugierige Menschen können auch schnell mal ungeduldig werden. 😉

Es gibt zwei Menüs: Eines leitet sofort weiter zu der aktuellen Longlist, Shortlist und dem Preisträger. Die letzten zwei Punkte sind noch mit einem Hinweis versehen, wann die Shortlist erscheint (am 11.9.13) und wann der Preiträger bekanntgegeben wird (am 7.10.13). Unter Longlist wird ganz offensichtlich die Longlist aufgelistet, mit weiterführenden Links zu dem jeweiligen Buch und Autor.

Das zweite Hauptmenü ist am unteren Rand zu sehen und bietet die Buttons ‘Home’, ‘Autoren’, ‘Archiv’ und ‘Buchläden’. Besonders interessant finde ich die Buchläden-Funktion. Die von der Idee wirklich gut ist. Leider fehlt die dazugehörige Suchfunktion nach Ort oder Postleitzahl. Man wird zwar auf eine integrierte Googlemap weitergeleitet und hat dann folgende Ansicht. Dann kann man hereinzoomen und sich die Adressen der Buchläden anzeigen lassen. Das dauert allerdings wieder eine geraume Zeit. Es ist zwar erfreulich zu sehen, wieviel Buchläden es gibt, die anscheinend auch die Buchpreisnominierten verkaufen, aber etwas unübersichtlich ist dies doch. Eine Suchfunktion würde dies wesentlich vereinfachen.

Das eigentliche Herzstück dieser App sind natürlich die Leseproben. Man kann anhand der kurzen Ausschnitte einen ersten Eindruck zur Stimmung, zum Stil und Inhalt des Buches bekommen. Besonders ansprechend finde ich auch, dass man sich diese kurzen Texte vorlesen lassen kann. Außerdem wird erst wenn man das Buch oder die Hörprobe öffnet, die eigentliche Datei heruntergeladen und man kann sie lesen/hören. Das erspart einem bei dem ersten Download der App größere Dateimengen laden zu müssen. Außerdem kann man die Schriftgröße anpassen, wie bei anderen Ereadern auch.

Interessant sind desweiteren das Archiv, in dem die Leseproben, Gewinner und Listen der letzten Jahre bis 2008 angezeigt werden können. Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob dies wirklich genutzt wird.

Was mir an dieser App noch fehlt, sind normale Standardangaben zu den Büchern. Es ist zwar  bei jedem Buch der Verlag angegeben, aber wann es erschienen ist, die ISBN oder auch wie viel es kostet fehlt. Das wäre wirklich noch praktisch. Grundsätzlich ist es aber eine ganz interessante App, die einem in praktischer Weise Einblicke in die Buchpreisnominierungen gibt. Kurz, knapp und ohne viel Schnickschnack. Vielleicht wäre eine Auflistung der zukünftigen Lesungen der Nominierten im Rahmen des Buchpreises noch eine spannende und nützliche weitere Funktion.



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