Gelesen :: Carl Nixon – Rocking Horse Road

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Ein wunderbarer Roman, der über das Heranwachsen von einer Gruppe Jungen berichtet. Der Mord an einem Mädchen aus ihrem Stadtteil verändert ihr ganzes Leben. Er bringt die Teenager näher zusammen, sie werden so etwas wie eine Art Fanclub, auch wenn das makaber klingen mag. Sie beginnen selbst zu ermitteln, sie sammeln Zeitungsartikel, Zeugenaussagen, sogar Erinnerungstücke von der Toten. Wie dieser Tod sie verändert, wie er Auswirkungen auf ihr gesamtes Leben hat und wie schließlich doch alles irgendwie weitergeht, erzählt Nixon in einer wunderbaren Art und Weise. Still, ruhig und sehr klar. Die Erzählperspektive ist dagegen etwas ungewöhnlicher: Es gibt einen Wir-Erzähler. Er gehört zu der Truppe der Jungs, aber es ist nie ganz klar, welcher von ihnen nun spricht. Das Gemeinschaftsgefühl, aber auch die gemeinsame Trauer wird dadurch noch stärker dargestellt. Eindrucksvoll schildet Nixon den Untergang der Familie der Toten. Besonders die Entwicklung der kleineren Schwester ist herzzereißend und tragisch, aber auch glaubhaft wiedergegeben. Ein Buch, dass ich auf jeden Fall weiterempfehle!

Carl Nixon, Rocking Horse Road, Weidle Verlag 2012, ISBN-13: 978-3938803509, 240 Seiten.



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