Über Buchpolygamie

Heute habe ich mich mit einer Kollegin über Bücher unterhalten. Eine tolle Pausenbeschäftigung, wie ich finde. Und es macht jedes mal wieder Spaß. Wir haben festgestellt, dass wir beide natürlich sehr gerne und viel lesen, aber uns in einer Sache grundlegend unterscheiden. Ich lese mehrere Bücher gleichzeitig. Sie liest ein Buch. Dann wählt sie ein neues aus. Mehrere Bücher parallel zu lesen gefällt ihr gar nicht. Wir haben eine Weile darüber diskutiert und es hat mich nachdenklich gemacht. Ich lese schon sehr sehr lange mehrere Bücher parallel. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich tatsächlich nur ein Buch auf dem Nachttisch liegen hatte.

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Einen Krimi, ein Sachbuch, einen historischen Roman, ein oder zwei Klassiker, einen Reiseführer. Alles kein Problem. Na gut, manchmal dauert es etwas länger, ein Buch zu beenden, da ich noch in vielen anderen lese. Aber mich auf nur eines zu beschränken, das konnte ich noch nie gut. Es gibt so viele noch nicht gelesene Bücher, und zwar nicht nur bei mir in den Regalen, sondern auch in den Bibliotheken und in den Buchhandlungen, die mich interessieren und die ich lesen möchte. Die Auswahl ist unbeschreiblich groß. Riesig! Das was mich interessiert, wird aufgeschlagen und gelesen. Nach der letzten Zählung – vor  ca. 5 Minuten – habe ich festgestellt, es sind im Moment 11 vielleicht auch 12 Bücher auf meinem Nachttisch. Vielleicht sollte ich mein System doch einmal überdenken. Immerhin habe ich diese Woche schon eines beendet. Zwinkerndes Smiley

Ich bin neugierig: Wie macht ihr das? Lest ihr mehrere Bücher parallel? Seid ihr Buchpolygamisten? Oder seid ihr Verfechter des Eins-nach-dem-anderen-Verfahren?



16 thoughts on “Über Buchpolygamie”

  • 🙂 Ich lese zwar nicht 11 Bücher gleichzeitig, aber so 3 bis 5 sind es immer. Dabei handelt es sich immer um eine Mischung aus Sachbüchern, Krimis und Reiseführern.

  • Liebe Stephanie,

    das ist mal ein spannendes Gesprächsthema 🙂 ich bin auch eine Leseratte und obwohl Multitasking-fähig, kann ich immer nur ein Buch lesen. Dafür lese ich gute Bücher immer viel zu schnell und bin am Ende immer traurig, wenn ich mit einem fertig bin. Meine Lieblingsbücher lese ich deshalb oft mehrmals. Und obwohl ich keine Bücher gleichzeitig lese, lese ich dafür oft 3-4 die Woche 😉 also auch irgendwie notorischer Dauerleser.

    Liebe Grüße
    Michelle

    • Liebe Michelle,
      wow 3-4 Bücher die Woche. Das nenne ich mal ein bewundernswertes Pensum. Ich bin froh, wenn ich überhaupt eines schaffe. Wie machst du das? Ich bin wirklich neugierig.
      Viele liebe Grüße von einem Dauerleser zum nächsten
      Stephie

    • Wieso leider? Ich glaube beide Systeme funktionieren gut. Und wenn ich mir meinen Stapel im Moment ansehe, habe ich zum Teil die Qual der Wahl. Vielleicht sollte ich probehalber mal die Buchmonogamie ausprobieren. 🙂

    • Herrlich, dieses Thema scheint einen Nerv getroffen zu haben. 🙂 Ich habe übrigens festgestellt, dass ich Sachbücher am besten nachmittags lesen kann und abends dann lieber einen Roman. Viele liebe Grüße, Stephie

  • Hi –

    Ich habe früher viel mehr gelesen, immer polygam:-)
    Jetzt komme ich wg Beruf leider leider kaum noch dazu und habe dann irgendwann festgestellt, dass der SuB (Stapel ungelesener Bücher) beginnt, sich zu vermehren!
    Seither lese ich wieder mehr, mit folgender Methode:
    Ein Sachbuch und ein “literarisches” Buch,
    wenn ich des jeweilige Buch nach einem Monat immer noch nicht zu Ende habe, kommt es weg! … und das ziemlich konsequent.
    Also ähnlich wie Martina.

    LG
    Peter

    • Hallo Peter,
      auch eine sehr interessante Theorie. Bei mir liegen allerdings manchmal angelesene Bücher schon über einen Monat herum. Manchmal ist die Zeit einfach noch nicht reif für das Buch. Manchmal fange ich es an und es packt mich noch nicht, dann lege ich es beiseite. Ein halbes Jahr später kann mich dieses Buch dann aber vielleicht so fesseln, dass ich es in einem durch lese. Daher kommen bei mir die Bücher nicht wirklich “weg”. Sie wandern vielmehr von einem Stapel, ins Regal, auf einen anderen Stapel. 😉
      Viele Grüße
      Stephie

  • Ich hatte schon einmal zwölf Bücher auf dem Nachtschrank, normal sind vier oder fünf, dazu Zeitschriften. Alles ohne System, aber selten Fachbücher (Archäologie)! Manche Bücher wollen nur überflogen werden, andere fesseln Dich bis zum Ende und wieder anderen lassen sich allenfalls die ersten Zeilen abgewinnen…feiner Post

  • Hallo liebe Stephanie,

    meine Methode ist Dir ja bekannt. Immer eins nach dem anderen. Allerdings hole ich mir jetzt immer öfter ältere Bücher aus meinen Regalen und lese die ein 2.mal. Es erstaunt mich dann immer wieder, dass mir diese dann wie neue Bücher vorkommen. Aber vielleicht liegt das ja auch an meinen fast nicht vorhandenen Langzeitgedächtnis;-) .

    Das Wort Buchpolygamie ist gut. Kann man das patentieren?

    Liebe Grüsse

    Dein Papa

  • Oh, ich kann auch nur ein Buch lesen. Dann ein anderer. Mehrere gleichzeitig geht eigentlich gar nicht. Ausser einer davon ist total oberflächlich. Aber auch dann lieber nicht. Ich gehe so tief in ein Buch hinein, dass kein anderer Platz hat.

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