Außergewöhnliche Bücher in 2016

Die heutige Aufgabe bei #AMonthofFaves ist, die außergewöhnlichsten, komischsten und am meisten in Erinnerung gebliebenen gelesenen Bücher aus diesem Jahr aufzulisten. Das kam dieses Jahr einiges zusammen. Und sie sind mir wirklich aus ganz unterschiedlichen Gründen im Gedächtnis geblieben.

Graphic Novels

Da wäre zum Beispiel die wirklich hervorragende Graphic Novel von Shaun Tan „Ein fremdes Land“. Diese Graphic Novel kommt gänzlich ohne Text aus und war mit das eindrücklichste, das ich gelesen habe. Nicht nur dieses Jahr. Es geht darum, das ein Mann seine Familie verlässt und versucht in einem fremden Land Fuß zu fassen. Er kann die Sprache nicht, kennt die Sitten nicht und muss sich erst orientieren. In wunderschönen Zeichnungen mit Liebe zu kleinen und großen Details erzählt Tan die Geschichte des Mannes. Der Kern, die Moral der Geschichte steht klar vor dem Leser. Und es ist völlig egal welche Sprache er spricht. Sie wird über Bilder transportiert und das ganz hervorragend.

Eine weitere Graphic Novel ist „Der gigantische Bart, der böse war“ von Stephen Collins. Sie geht in eine ganz ähnliche Richtung wie „Ein fremdes Land“. Es geht um das Anderssein, um das Fremde und wie die Menschen damit umgehen. Hier haben mich besonders die doppelseitigen Zeichnungen beeindruckt. Es fängt mit kleinen wiederholenden Panels an und endet in großen eindrucksvollen Doppelseiten.

Sachbücher

Ich bin Malala“ von Malala Yousafzai hat mich sehr begeistert und ich habe hier im Blog schon ausführlich darüber geredet. Das Buch darf auf einer solchen Weise auf gar keinen Fall fehlen. Die Geschichte dieser mutigen jungen Frau wird mich sicherlich noch eine ganze Weile gedanklich begleiten.

Randall Munroe stellt in seinem Buch „What if? Was wäre wenn. Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurd hypothetische Fragen“ wirklich absurde Fragen, beziehungsweise bekommt merkwürdige Fragen gestellt. Dann versucht er sie wissenschaftlich zu beantworten. Egal wie absurd sie sind. Es geht zum Beispiel mit einem globalen Sturm los: Was wäre, wenn sie dich Erde und alles auf ihr plötzlich nicht mehr drehen würde, die Atmosphäre aber ihre Geschwindigkeit beibehielte? Sehr schön sind hier auch die Kapiteltrenner, die ganz kurze Ja oder Nein-Antworten auf seltsame und beunruhigende Fragen enthalten. Herrlich!

Romane

Überrascht hat mich Andy Weirs „Der Marsianer“. Ich hätte nie gedacht, dass mir eine solche Weltraumgeschichte tatsächlich so gut gefallen würde und das ich sogar herzhaft dabei lachen könnte. Der Marsianer erzählt die Geschichte eines Astronauten, der durch unglückliche Umstände alleine zurück auf dem Mars bleibt. Seine Crew ist zurück auf dem Weg zur Erde und denkt er ist tot. Die besten Voraussetzungen für einen elendigen langsamen Tod. Wie amüsant, einfallsreich und Kartoffelhaltig eine solche Geschichte sein kann, hat mich völlig überrannt.

John Burnsides „Haus der Stummen“ ist gleichzeitig wunderschön geschrieben und inhaltlich total verstörend. Das kurz zusammengefasst. Es handelt von einem Psychopathen. Mehr möchte ich ehrlich gesagt hier nicht verraten, denn ansonsten wird zuviel von der Geschichte offenbart. Es sei nur gesagt: Lest das Buch! Auch wenn es gruselig ist – die Sprache ist wirklich toll.

 



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