Don’t panic: Das erste WordPress-Update auf dem selbstgehosteten Blog

Seit Ende Oktober habe ich einen selbstgehosteten WordPress-Blog. Es hat mich ein paar Jährchen gekostet, bis ich mich endlich dazu durchringen konnte, aber ich bin ziemlich zufrieden mit diesem Schritt. Endlich kann ich alles so einrichten, wie ich es möchte. Und es gibt keine Werbung mehr, die ich nicht selbst steuern könnte. Dies soll allerdings kein Blogbeitrag über die Vorteile eines Blogs werden. Dazu gibt es schon genug da draußen. Ich schreibe heute über die ersten Tücken und Kanten, die die Freiheit des Selbsthostens so mit sich bringen. Es ist alles nicht schlimm und wahrscheinlich gibt es Leute, die genau wissen, was sie tun und alles von Anfang an richtig machen. Aber ehrlich gesagt, das wäre doch langweilig, oder? Ich probiere vieles per try and error aus und manchmal geht auch was schief oder ich muss noch einmal von vorne anfangen. 😉

Foto via unsplash.com: Jeremy Thomas, Edwards, United States
Foto via unsplash.com:
Jeremy Thomas, Edwards, United States

Eigener Blog

Also Ende Oktober 2016 habe ich mir einen Webhoster gesucht, eine Domain gekauft und meinen vorher wordpress.com-Blog nun auf stephaniemueller.net überspielt. Und da ging es schon los. Der Export-Import verlief nicht ganz so unproblematisch wie auf den Hilfe- und Serviceseiten versprochen. Aber nach ein paar Stunden waren alle Beiträge überspielt und ein Großteil der Fotos auch. Ein paar habe ich per Hand noch einmal neu in das System geladen. Ich muss jetzt zwar immer noch in den alten Beiträgen nacharbeiten und die alten Verlinkungen gegen die neuen austauschen, aber das ist eine Dauerbaustelle. Das heißt, das werde ich jetzt nach und nach angehen und beheben. (Bitte ein wenig Geduld, solltet ihr in meinen alten Beiträgen unterwegs sein.)

Mit einem eigenen Blog kamen auch die Unmengen an Plugins, die man ausprobieren kann, die vieles versprechen und die alle irgendwie verlockend aussehen. Eine kurze Umfrage bei den sehr hilfreichen Kollegen von bundesstadt.com zu Plugins, die man unbedingt haben sollte, erbrachte eine feine kleine Liste, die ich in den nächsten Wochen einmal ausprobiert habe. Es gibt sicherlich noch weitere, aber für den Anfang waren es schon mehr als genug. Sicherheit, Backup, SEO –  an was man alles denken muss und kann, das ist eine völlig neue Welt. Ich habe es irgendwie geschafft, keinen völligen Murks auf meiner Seite anzustellen (sprich – komplettes Zerschießen oder Löschen des Blogs) und der Blog ging online. Plugins, die ich ausprobiert habe oder gerade noch teste sind zum Beispiel Jetpack, Yoast SEO, Wordfence, BackupGuard, PhotoGallery. Die Liste wird praktisch ständig erweitert und geändert. Wenn ihr hier noch Tipps für mich habt, immer gerne her damit.

 

Aktualisierungen

Seitdem ich den Blog besitze, begrüßt mich nun fast täglich ein kleines Symbol mit zwei Pfeilen oben in der Menüleiste von WordPress und einer Zahl daneben: Es sind Aktualisierungen vorhanden. Meistens handelt es sich um aktualisierte Übersetzungen. Das geht schnell und ist innerhalb weniger Sekunden erledigt. Plugins und Updates von Themes dauern manchmal schon ein wenig länger, aber nicht wirklich mehr als 4 Minuten. Zumindest ist das noch nicht bei mir vorgekommen. Man bekommt eine Statuszeile angezeigt, dass die Aktualisierung nun vollständig ist und man wieder zurück zur Startseite gehen kann. Informativ und knapp, perfekt.

 

Aktualisierung auf eine neue WordPress-Version

Anders ist das bei der ersten (oder weiteren) Aktualisierung auf eine neue WordPress-Version. Das hat bei mir leichte Panikattacken ausgelöst. Damit euch das nicht auch passiert, erzähle ich euch, was passiert und worüber ihr euch hoffentlich keine Sorgen zu machen braucht.

 

Auf der Seite WordPress-Aktualisierungen erscheint der kleine Satz und Button: „Es ist eine neue Version verfügbar.“ [Bevor ihr allerdings irgendetwas macht, solltet ihr ein Backup eures  Blogs erstellen. Für den Fall der Fälle, sollte alles schief laufen. Glaubt mir, das ist sehr empfehlenswert.] Der einfache Part ist, darauf klicken. Dann erscheint eine neue Seite und es passiert nichts. Man sieht keine Sanduhr bei dem Mauszeiger, in der Statuszeile ist kein sich drehendes Rädchen. Es passiert einfach nichts.

 

Und genau das ist der Moment: Dieser Moment in dem ihr am besten auch nichts macht. Wildes Herumklicken funktioniert nämlich nicht und hat vielleicht nur zur Folge, dass ihr eure Seite für einige sehr lange Minuten in einen unschönen Wartungsmodus versetzt, bei dem gar nichts mehr angezeigt wird. Mein Tipp: Wartet einfach ab! Auch wenn es etwas länger dauert. Einfach waaaaaarten! Ich weiß, das ist unglaublich schwierig. Es dreht sich nichts, es reagiert gar nichts, es gibt keinen Balken, der einem sagt, wie lange es noch dauert. Nada! Irgendwann, wenn ihr geduldig wart, kommt dann tatsächlich eine Änderung auf der Seite und es steht dann so etwas wie „Das Update wurde erfolgreich aktualisiert/installiert.“. Ich habe festgestellt, man muss nur Geduld haben. Es ist ziemlich irritierend und total ungewohnt.

 

Also lasst euch nicht verwirren.

Vielleicht war einigen das bewusst, für mich war das auf jeden Fall absolutes Neuland und nur durch try and error habe ich es herausgefunden. Also abwarten und Tee trinken. 😉

Ich bin sehr gespannt, welchen Herausforderungen ich mich bei meinem selbstgehosteten Blog noch so stellen muss.

 



2 thoughts on “Don’t panic: Das erste WordPress-Update auf dem selbstgehosteten Blog”

  • Hi Stephanie,
    herzlichen Glückwunsch zum unabhängigen Blog :). Hätte da noch einen Plugin-Tipp, der sich für mich immer wieder auszahlt: Broken Link Checker. Das gute Stück schlägt bei mir spätestens alle zwei Wochen an. Es ist doch erstaunlich wieviele Leute ihren Content verschieben oder umziehen.
    Liebe Grüße, Daniel

    • Hallo Daniel,
      das ist ein richtig guter Tipp. Das stand auch noch irgendwo auf meiner Liste, aber darum habe ich mich bisher noch nicht gekümmert. Probiere ich am Wochenende direkt mal aus.
      Danke und Grüße,
      Stephanie

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