Robert J. Ray/ Jack Remick, The Weeked Novelist writes a Mystery

Robert J. Ray/ Jack Remick, The Weeked Novelist writes a Mystery

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf dieses Buch gekommen bin, aber ich bin so froh, dass ich es gefunden habe. Ich habe sehr lange dafür gebraucht, denn es ist sehr voll gepackt und intensiv zu lesen. Die Grundstruktur ist die, dass jemand im Wochenrhythmus, also beispielsweise an 52 Wochenenden sich mit dem Schreiben beschäftigen kann und am Ende eines Jahres einen fertigen Krimi vorweisen kann. Ein dynamisches Step-by-Step-Programm, wie es so schön auf dem Cover heißt.

Ray und Remick schaffen es, mit hilfreichen Anleitungen bei den Basics anzufangen. Wie werden Figuren entwickelt, wie entsteht ein Plot, was ist der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Entwurf. Am meisten beeindruckt hat mich, dass sie es nicht nur geschafft haben ein LIVE-Beispiel zu entwickeln. Es entstand ein Writealong-Krimi, mit dem sie ihre Arbeitsweisen, Anleitungen und Vorschläge sozusagen live untermalt und gezeigt haben. Nein, sie haben auch immer wieder konkrete Beispiele aus bereits veröffentlichten Werken der Kriminalliteratur gebracht. Und das reichlich. Es wird so die Methode und was sie erreichen wollen, besonders deutlich. Man erfährt sie zum einen an den literarischen Beispielen wie etwa dem Malteser Falken oder Gorki Park, aber auch Agatha Christie wird immer wieder herangezogen. Zum anderen hilft der Writealong-Krimi. Hier sind die Dinge noch roh, hier entstehen sie parallel mit. Es ist sehr intensiv und man braucht einiges an Konzentration, aber es lohnt sich wirklich. Die Verwebungen im Plot, wie alles aufeinander aufbauen kann und wie es nachher Sinn ergibt, das macht einfach Spaß zu lesen.

// Robert J. Ray/ Jack Remick, The Weeked Novelist writes a Mystery, Dell Publishing, 1998, 272 Seiten.

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