#20000MeilenimAugust – Erster Check-In

#20000MeilenimAugust – Erster Check-In

Der erste Check-In ist da. Die erste Woche des Readalongs #20000MeilenimAugust ist vorbei. Habt ihr euer Lesepensum geschafft?

Der Readalong findet im August statt und wir lesen gemeinsam Jules Vernes „20000 Meilen unter dem Meer“. Den Zeitplan und alle wichtigen Eckdaten findet ihr in diesem Blogpost. Heute will ich über die ersten Leseeindrücke schreiben.

Die erste Woche behandelt die Kapitel 1 bis 12. Ich habe soeben noch die letzten Seiten des 12. Kapitels ausgelesen. (Gestern habe ich mich zu sehr von der LOKI-Serie ablenken lassen. 😉)

 

Kapitel 1-12

„20000 Meilen unter dem Meer“ liest sich erstaunlich flüssig und von Anfang an hatte ich Spaß daran, das Buch zur Hand zu nehmen. Ein unbekanntes Monster taucht in den Weltmeeren auf und die Öffentlichkeit diskutiert heftig, um was es sich handelt. Ist es ein Fisch, ist es ein Wal? Als Protagonisten bekommen wir Monsieur Arronax vorgestellt, einen naturwissenschaftlichen Gelehrten, der sich passenderweise gerade in Amerika befindet, als das schnellste und beste Schiff auf Abenteuerfahrt gehen will, um dieses Phänomen (Monster?) da draußen zu finden und zu fangen. Es bedroht Schiffe und muss dementsprechend außer Gefecht gesetzt werden. Eine ganz typische Herangehensweise, die heute immer noch greift. Was der Mensch nicht versteht, wird zu aller erst einmal angegriffen.

Sehr amüsiert hat mich, dass der Wissenschaftler sich ebenfalls als großer Naturwissenschaftler dazu genötigt sah, sich an der weltweiten Diskussion zu dem Phänomen zu beteiligen. Seine These ist, es ist ein See-Einhorn. Ist das nicht großartig? Ausgerechnet der Wissenschaftler plädiert für ein Fabelwesen und schließt die Theorie aus, dass es sich um eine Maschine handeln könnte. Da habe ich das erste Mal so richtig geschmunzelt. Dieses Buch würde sehr viel witziger werden, als ich vermutet hatte.

Auch Conseil, der Diener von Monsieur Arronax, hat Potential zu einer großartigen und liebenswerten Nebenfigur zu werden. Das war mir seit der ersten Beschreibung schon klar. Und können wir bitte auch kurz mal über den großartigen Namen nachdenken? Conseil heißt im Französischen Rat. Das passt sehr gut! Conseil hat die Ruhe weg und immer einen guten Rat auf Lager. Er ist ruhig, lässt sich nicht nervös machen und schon in den ersten Kapiteln wird klar, er ist derjenige, der den Überblick hat. Von wegen Stille Wasser sind tief und so. Ich glaube von Conseil wird noch einiges zu erwarten sein. In der Beschreibung von Arronax zu seinem Diener spricht er davon, dass er der beste ist, wenn es um das Klassifizieren von Arten geht, in der Realität aber keinen Blauwal von einem Pottwal unterscheiden kann. Ich glaube, hier unterschätzt Arronax seinen Bediensteten gewaltig. Aber wir werden es sehen.

Großartig beim ersten Auftauchen finde ich auch Ned Land, den Harpunier – man beachte auch hier die Namensgebung. Spannend fand ich hierbei die Diskussionen zwischen Land und Arronax. Der Wissenschaftler plädiert für ein See-Einhorn oder riesigen Wal (Seeungeheuer). Der Harpunier, der sein Leben lang auf dem Wasser unterwegs ist und Wale tötet, wie manche Blumen pflücken, ausgerechnet der glaubt nicht an die Waltheorie. Er kann aber auch keine andere dagegen setzen. In jedem Fall spannend.

Seitdem Arronax, Conseil und Land bei der Verfolgung des Ungetüms über Bord gegangen sind, geht mir Land allerdings mit seiner aufbrausenden Art etwas auf die Nerven. Vorher war er der überlegte und ruhige Jäger. Jetzt auf einmal ist er der laute und jähzornige Meckerer. Ich hoffe, das ändert sich noch.

Mit dem Betreten der Nautilus bewegen sich die drei nun in einer neuen Welt. Die Beschreibung des Unterseebootes und seines Kapitäns (Nemo) ist sehr spannend. Mir gefällt, dass sie mit dem Speisesaal und der Bibliothek angefangen haben, dann zum Museum und den privaten Gemächern hinübergehen und schließlich im Maschinenraum enden. Das ist eine sehr ansprechende Reihenfolge.

Ich bin sehr gespannt wie es nun weitergeht. Im Moment ist es noch sehr viel Erklärendes – wie kann die Nautilus existieren, wie funktioniert sie. Kapitän Nemo und Monsieur Arronax befinden sich in einem angeregten Dialog. Das ist tatsächlich angenehm, dass es in Dialogform stattfindet und nicht in ellenlangen beschreibenden Textpassagen. In den nächsten Kapiteln der nächsten Woche beginnt sicherlich das Abenteuer, was immer es auch sein mag.

 

Lieblingszitate?

„Kapitän Nemo“, sagte ich zu meinem Gastgeber, der es sich auf dem Diwan bequem gemacht hatte, „das ist eine Bibliothek, die einer Palastbibliothek alle Ehre machen würde. Mir verschlägt es fast die Sprache, in der Tiefe des Meeres auf eine solche Sammlung zu stoßen.“

„Wo sonst könnte man sich denn ruhiger und ungestörter der Lektüre widmen, Herr Professor?“ erklärte Kapitän Nemo.

(Jules Verne, 20000 Meilen unter dem Meer, Kapitel IX, Die Nautilus, S. 93)

 

Gimmicks

Es gibt ja bekanntermaßen nichts, was es nicht gibt, im Internet. Eine kurze Suche ließ mich auch auf folgende zwei Ambience-Videos treffen, die ich euch nicht vorenthalten wollte:

Hier könnt ihr entweder im Salon oder in der Bibliothek der Nautilus eine Stunde verbringen. Als Hintergrundbeschallung beim Lesen des Buches doch schon fast richtig schön immersiv.

The Nautilus Salon: 

https://www.youtube.com/watch?v=xdlfPxxymBo

The Nautilus Library:

https://www.youtube.com/watch?v=nmPzG6VkDQ8

 


Und wie gefällt euch das Buch bisher? Was sind eure Leseeindrücke? Schreibt mir gerne in den Kommentaren oder postet unter dem Hashtag #20000MeilenimAugust. Ich würde mich freuen.

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