Schenna – Zurück nach Südtirol

Dieses Jahr entschied ich mir für ein Urlaubsziel, das ich schon kannte: Es ging zurück nach Südtirol. In Schenna bin ich schon ein paar mal gewesen, Meran und die Umgebung kenne ich auch ganz gut. Ich wollte einen entspannten Urlaub, ohne den typischen Stress „ich war noch niemals an diesem Ort und muss mir alles anschauen“. Ich wollte relaxen, mich ein bisschen bewegen, lesen und gut essen. Und genau für diese Voraussetzungen ist Südtirol perfekt.

 

Die Berge/Aussichten

Ich meine, bei diesen Aussichten kann man doch nur entspannen, oder? Weite Blicke auf Berge und Berge und Berge …

Die Wanderwege

Die Wanderwege sind erstaunlich gut ausgeschildert und man fühlt sich niemals verloren. Egal auf welcher Höhe man unterwegs ist. Man fühlt sich übrigens auch niemals alleine. Das ist wohl die extremste Änderung während der letzten Jahre: Südtirol und gerade das Meraner Becken ist als Urlaubsziel so beliebt geworden, das man gar nicht mehr stundenlang wandern muss, damit man noch mal eine andere menschliche Seele sieht. In der Regel sieht man sie alle 1-2 Minuten. Senioren und Familien sind hier der Hauptanteil. Hier ist mein Tipp: Entweder besonders früh am Morgen starten, dann wenn eigentlich nur die Einheimischen unterwegs sind. Das entspannt die Anfahrt in den Bussen und Seilbahnen ungemein. Oder besonders spät zur Wandertour starten, wenn die ersten Touristen schon bei ihrer ersten Einkehrmöglichkeit sitzen und schon fast wieder auf dem Rückweg sind. Ich habe mir sehr viel Zeit gelassen und bin nicht wie die meisten gehetzt. Das scheint übrigens eine neue Sportart zu sein: So schnell wie möglich Wanderwege entlang zu hetzen (alle hatten es irgendwie eilig). Seltsam. Die Fotos, die ohne jegliche Personen entstanden sind, brauchten ihre Zeit und mehrere Versuche. Oft hatte ich dann eine grell neonfarbene Wanderjacke plötzlich um die Ecke blitzend mit drauf. 😉 Aber für den Blogbeitrag hier fand ich „nur“ die Natur einfach schöner/passender.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff war ich tatsächlich zum ersten Mal. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Und ich glaube auch zu anderen Jahreszeiten ist hier einiges noch zu sehen und zu entdecken. Vieles was nun im Mai vielleicht schon verblüht war oder noch nicht geblüht hat, ist sicherlich zu anderen Zeiten im Jahr zu bewundern. Die Gärten sind sehr weitläufig, da man in Serpentinen immer wieder den Berg hoch und runter spaziert. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich tatsächlich alles gesehen habe, aber einen wirklich großen Teil habe ich geschafft.

Ach ja und ich kann leider nicht alle Blumen und Pflanzen benennen. Es gab zwar überall kleine Metallschilder, auf denen der Lateinische Fachbegriff und der alltagsübliche Begriff der bunten Pflanzenwelt draufstand, leider habe ich mir die nicht gemerkt und lieber die eigentlichen Blumen fotografiert. 😉

 

Das Hotel

Ein absoluter Glücksgriff war mein Hotel: Apartmenthotel Ritterhof. Ich weiß gar nicht wo ich bei der Lobrede auf dieses Hotel anfangen soll. Die Inhaber Karin und Roland Egger sind unglaublich herzlich und nett. Das Hotel ist super ausgestattet, modern klassisch von der Einrichtung, sehr sehr sauber und besitzt außerdem noch eine Sauna, einen Whirlpool und einen klassischen Outdoor-Pool im Garten. Es gibt hauptsächlich Apartments und nur wenige Doppelzimmer.

Das Hotel bietet an, das Frühstück dazuzubuchen. Und dieses Frühstück (schwärmender erinnernder Blick in die Ferne)…. Hach, kurz zusammengefasst, es war ein Traum. Jeden Morgen wurde es auf einem kleinen Wagen auf’s Zimmer gebracht. Dann konnte man bequem auf seinem Balkon frühstücken. Es war ganz schön reichlich, jeden morgen frisch gemacht und es gab absolut nichts zu bemängeln. Es gab reichlich Obst, Brötchen, Teilchen, einen Smoothie, ein Overnight Oats, Marmelade, Käse, Wurst und vieles mehr. Manchmal gab es einen Linsensalat, eine Avocadocreme, Ziegenfrischkäse, Blinis, Schokoladen-Birnen-Kuchen – und alles hausgemacht! Außerdem bieten die Inahber einen Abhol- und Bringservice zum Bahnhof an, eine sehr entspannte Sache für die Ankunft und die Abfahrt.

Ich kann dieses Hotel nur wärmstens empfehlen und würde jederzeit wieder dort einchecken.

Das Essen

Hach, und auch jetzt muss ich ins Schwärmen kommen. Wenn Südtirol für etwas berühmt ist, dann für seine hervorragende und reichhaltige Küche.

Hier sind ein paar Inspirationen und Restaurantstipps:

 

Schlosswirt, Schenna:

Sehr leckere Züricher Geschnetzelte-Pfanne mit Rösti und frischem Salat gegessen. Das Gericht war auf der Tageskarte an dem Tag. Der Blick auf diese lohnt sich immer. Auf der Terrasse hat man einen tollen Blick ins Tal hinunter.

 

Petermann, Schenna:

Hier kann man die beste Pizza in ganz Schenna essen. Es ist ein Stück den Berg rauf und es empfiehlt sich immer einen Tisch zu reservieren. Die Pizza ist fantastisch und kommt direkt aus dem Steinofen. Der Ausblick ist nicht ganz so toll, man schaut draußen sitzend direkt auf den Parkplatz, aber sobald das Essen da ist, was immer sehr fix geht, hat man eh mit der Riesenpizza und dem Genuss damit zu tun.

 

Staffell Alm, am Hirzer:

Hier unbedingt einen Kaiserschmarrn probieren, oder ein Omelett, oder die Bratkartoffeln, oder die Buchteln oder überhaupt alles von der Karte. Ich habe an dem einen Tag nur den Kaiserschmarrn geschafft und der war ein Traum. Alles andere ist aber mindestens genauso gut und die Aussicht ist unbezahlbar.

 

Eisdiele Anny, Schenna

Für die Erfrischung zwischendurch kann man immer gut einen Abstecher zu der kleinen Eisdiele in Schenna machen. Diese liegt leicht versteckt hinter dem Spar rechts rein, an der Apotheke vorbei und hinten durch.

Kleiner Tipp, wenn ihr eine Diät macht – unterbrecht sie für einen solchen Urlaub. Es wäre einfach zu schade, diese ganzen Leckereien nicht kosten zu können. 😉

 

Mein  Fazit: Südtirol ist immer eine gute Idee!



6 thoughts on “Schenna – Zurück nach Südtirol”

Kommentar verfassen