#SchreibenüberdasSchreiben – Eine Blogparade

Seit Februar gibt es das Write-In Bonn. Ich treffe mich mit Gleichgesinnten, die schreiben wollen. Gemeinsam schreiben, damit man motiviert ist, damit man etwas geschafft bekommt. Gemeinsam schreiben, weil es einfach eine kreative inspirierende Umgebung ist.

„Und was schreibt ihr da so?“ Diese skeptische Frage bekomme ich oft von Freunden, Familie und Bekannten, aber auch Fremden zu hören, die sich so gar nichts darunter vorstellen können. Eine Schreibgruppe? Aber wozu? Und warum?

 

Gemeinsam Schreiben

Das Konzept des gemeinsamen Schreibens ist ihnen fremd. Und das diese zwei Stunden intensiven Schreibens unglaublich inspirierend und motivierend sein können, ist schwer zu vermitteln, wenn man nicht einmal selbst bei einem solchen Schreibtreffen gewesen ist. Mehrere Personen, zum Teil fremd, zum Teil bekannt, sitzen in einem Raum und schreiben gemeinsam fokussiert und konzentriert an ihren unterschiedlichsten Projekten. Sei es ein Blogbeitrag, sei es ein Roman, ein wissenschaftlicher Artikel, ein Brief oder Konzepte der unterschiedlichsten Art. Man muss noch nicht einmal sagen, über was man schreibt. Man kann einfach schreiben.

Das Klicken der unterschiedlichen Tastaturen und das Kratzen der Stifte ist die einzige Geräuschkulisse neben dem Brummen der Klimaanlage, zumindest in der letzten Location. Ach ja und das Knistern der Celebrationsverpackungen, die dieses Mal für interessante Zwischengespräche sorgten. Dabei Danke an die Spenderin, die vorausschauend Nervennahrung mitgebracht hatte.

Ich gestalte diese Treffen sehr offen und es gibt keine gezwungenen Diskussions- oder Feedbackrunden, Besprechungen oder sonstiges. Die Zeit soll wirklich zum Schreiben genutzt werden.

Und das wird sie auch.

 

Fehlt etwas?

Die bisherigen Male und auch gestern wieder habe ich das Gefühl, dass das Reduzieren auf die Tätigkeit Schreiben zum einen sehr gut angenommen wird. Dass aber zum anderen auch immer wieder der Wunsch hochkommt, sich auszutauschen: Sich nach der Schreibsession oder vielleicht auch vorher über Fragen oder besondere Aspekte zu unterhalten. Über die Erfahrungen des Schreibens, über die Vor- und Nachteile des Veröffentlichens, über den alltäglichen Kampf mit den Wörtern.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Treffen daher verlängern sollte. Die zwei Stunden sind schon ganz praktisch. Es ist nicht übertrieben lang, zwei Stunden sind machbar und schrecken nicht ab. Und es wird nicht zu etwas, was man tun muss. Es ist ja schließlich alles freiwillig und in unserer Freizeit.

 

Die Geburt einer Idee

Aber manchmal ist der Punkt „Netzwerken“ doch wichtig. Der eigentliche Austausch! Um diesen Austausch zu fördern, habe ich nachgedacht und bin bei der Idee einer Blogparade gelandet. Eine Blogparade über das Schreiben (#SchreibenüberdasSchreiben).

Die Zeit bei den Treffen bleibt sozusagen dem Schreiben vorbehalten. Zu Hause am eigenen Schreibtisch wird man schließlich häufig genug vom Telefon, der Familie, Freunden, Netflix oder anderen Verlockungen abgelenkt. Das macht die Schreibtreffen ja so besonders, dass wir uns verabreden um tatsächlich zwei Stunden lang zu schreiben. Und nichts anderes. Den Austausch oder das Netzwerken kann man dann später auch im digitalen noch herstellen. Und genau dazu kann diese Blogparade behilflich sein.

 

Was ist eine Blogparade?

Was ist denn eigentlich eine Blogparade? Ein paar kennen den begriff vielleicht, ein paar noch nicht, daher kommt hier eine ganz kurze Beschreibung. Eine Blogparade ist eine Blogaktion, die zwischen 1 und 4 Wochen dauert. Sie ist also zeitlich befristet. Der Blogparaden-Ersteller gibt in einem Posting das Thema bekannt und ruft andere Blogger/Schreiber/Interessierte dazu auf, Artikel zu dem genannten Thema zu schreiben. Diese verlinken ihre Beiträge zu dem ersten Start-Blogpost. Der Blogparaden-Ersteller sammelt die unterschiedlichen Beiträge, die erscheinen und verlinkt sie, bewirbt sie und vernetzt die Autoren in den Sozialen Kanälen miteinander. So können spannende neue Perspektiven und ganz unterschiedliche Herangehensweisen an ein Thema entstehen.

 

Wie nimmt man teil?

Man schreibt einen Blogbeitrag, Instagrampost, Facebookpost oder einen anderen digitalen Beitrag zum Thema und veröffentlicht diesen im genannten Zeitraum. Vergesst den Hashtag (#SchreibenüberdasSchreiben) nicht! Dann verlinkt man auf den Startpost, sagt vielleicht sicherheitshalber noch mal dem Blogparaden-Ersteller mit Hilfe einer kurzen Nachricht Bescheid. Und danach teilt man fleißig die Beiträge der anderen Teilnehmer und wenn man möchte, kann man dort auch mitdiskutieren.

 

Wie lange dauert die Blogparade?

Die Blogparade wird vom 1.6.-30.6. laufen. In diesen vier Wochen habt ihr also Zeit, einen Beitrag über das Schreiben zu verfassen.

 

Das Thema

Bei dieser Blogparade geht es um das Thema Schreiben: was schreibt ihr, wie schreibt ihr und über was wollt ihr euch austauschen. Oder auch, warum schreibt ihr nicht, wozu soll das Schreiben gut sein oder warum habt ihr einen Lieblingsstift. Vom Banalen zum Absurden, vom großen Gedanken zum kleinen Detail, vom perfekten letzten Satz zum kruden ersten Gedanken.

An der Blogparade können natürlich alle, die Interesse haben teilnehmen, egal ob Write-In-Mitglieder oder nicht. Hier gilt die Devise, je mehr desto besser. Jeder, der gerne etwas über das Schreiben zu sagen hat, ist eingeladen.

Die einzige Regel ist, verwendet den Hashtag #SchreibenüberdasSchreiben und schickt mir gerne euren Link, wenn ihr teilnehmt in Form eines Kommentars, eines Tweets oder einer Email. Ich sammele die Beiträge dann in einer Liste. Abgesehen davon bin ich natürlich sehr sehr neugierig und freue mich über eure Teilnahme und Gedanken.

 

Inspiration gesucht?

Wie genau euer Beitrag aussieht, das entscheidet natürlich ihr. Die Gemeinsamkeit ist, dass es etwas mit dem Thema Schreiben zu tun hat. Wer eine Schreibblockade hat oder etwas Inspiration sucht, hier ist eine kleine Liste an Fragen, die ihr beantworten könnt. Vielleicht inspirieren euch diese Frage auch zu neuen Fragen oder neuen Antworten. Werdet gerne kreativ.

7 Fragen zum Schreiben

    • Was schreibst du? (Emails, Romane, Blogposts, Essays…?)
    • Wie sieht für dich der perfekte Schreibtag oder die perfekte Schreibsession aus?
    • Was motiviert dich zum Schreiben?
    • Was ist die größte Herausforderung beim Schreiben?
    • Beim Schreiben muss ich unbedingt dabei haben: ….
    • Stift und Papier, Laptop, Tablet oder Diktiergerät? Wie schreibst du?
    • Bist du Mitglied in einer Schreibgruppe? Was bringt dir eine Schreibgruppe?

Und zum Abschluss tagge andere Schreibende, mindestens 5, ob sie nicht Lust haben, an der Blogparade teilzunehmen.

Ich tagge folgende Personen, von denen ich weiß, dass sie sich regel- oder auch unregelmäßig mit dem Thema Schreiben beschäftigen. Vielleicht habt ihr ja Lust mitzumachen?

@kleinerkomet / @tanjahanika / @Johannes / @LiteraturcampBN / @oecherin / @krumpelkram / @jzipperling / @JAMOKA_Writing / @OliverKepka / @EddaKlepp / @SinaGeschichten / @ReinerKnudsen / @Gedankenwind/ @FKleinlosen / @BonnerClara / @MoFritsch / @stagerbn / @Bonnentdecken / @felderfab / @mcjoas / @Ben_Wockenfuss / @annetteschwindt / @UlrikeDue.

 

Die Regeln in kurz

  1. Schreibe einen Beitrag zu #SchreibenüberdasSchreiben (Wenn dir nichts einfällt, beantworte doch oben die 7 Fragen.)
  2. Tagge 5 Personen.
  3. Schicke den Link mit deinem Beitrag an mich (mueller.stephanie@gmx.de, oder per Tweet @muellerstephie), dann nehme ich ihn in die hoffentlich stets wachende Liste auf.
  4. Teilt, retweetet, kommentiert bei den anderen Teilnehmern der Blogparade!

Laufzeit: 1.6.-30.6.2019

Und jetzt bleibt mir nur noch eines zu sagen: Schreibt los!



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