Täglich einen Blogpost schreiben? – Ein Experiment

Täglich einen Blogpost schreiben? – Ein Experiment

Jeden Tag einen Blogpost schreiben?

Kann ich das?

Ich bin mir nicht ganz sicher.

Und ich habe ja bereits etliche Schreibprojekte. Wieso sollte ich da jetzt ein Neues anfange? Natürlich habe ich das Thema gegoogelt und bin auf einen Artikel gestoßen, in dem jemand erst einmal mit 7 Tagen anfängt. Das hört sich doch gut an. Das erscheint machbar. Er hat es geschafft und hat dann auf 30 Tage erhöht. Und so weiter und so fort. Ich schreibe ja schon täglich. Ich schreibe täglich meine Morgenseiten. Und es sind nur ganz wenige Tage, an denen ich gar nicht schreibe. Es wäre nicht völlig unmöglich.

Bekomme ich aber in meinem vollem Tages- und Monatskalender noch einen Blogbeitrag untergebracht? Oder wäre das irre und ein absoluter Wahnsinn?

Ich weiß es nicht.

Aber ich bin neugierig genug und der Ehrgeiz hat mich gepackt, dass ich es nun ausprobieren möchte. Die nächsten sieben Tage will ich jeweils einen Blogbeitrag veröffentlichen.

Mein Gehirn rast schon hin und her, und fragt sich wo meine Ideenlisten alle abgelegt sind. Könnte ich nicht gleich ein paar Ideen umsetzen? Und sozusagen vorarbeiten? Wenn ich dann doch mal einen Tag nicht schaffe?

NEIN.

Ich will wirklich jeden Tag einen Blogbeitrag finden, schreiben, korrigieren und veröffentlichen. Das gefährliche beim Vorarbeiten ist nämlich, ich bekomme keine Routine und verfalle in alte Muster. Ich werde faul. Und das ist nicht Sinn und Zweck der Geschichte hier.

Ich will jeden Tag meine grauen Zellen anregen und etwas Kreatives schaffen. Und zwar mit Wörtern. Manchmal sind es einfache Blogposts, manchmal mit Fotos, manchmal vielleicht sogar eine Geschichte. Wer weiß das schon. Ich lasse mich überraschen. Wer weiß, wo mein Gehirn mich hinführt.

Warum?

Warum macht sie so etwas?

Eine sehr gute Frage!

Warte, ich muss gerade selbst einmal nachdenken.

Ok, hier ist die Antwort: Warum nicht?

Nein, Scherz beiseite. Ich glaube, ich brauche mehr Schreibpraxis. Ich schreibe schon viel. Aber ich schreibe vieles aus dem Bereich Freewriting, das niemals auch nur jemand zu sehen bekommt. Ich schreibe nicht so vieles, das ich dann auch tatsächlich veröffentliche.

Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich meine Blog- oder auch Schreibstimme noch nicht so ganz gefunden habe. Und daher komme ich auf solch verrückte Ideen, wie täglich einen Blogpost zu schreiben und zu veröffentlichen. Für die nächsten 7 Tage.

Und wie meine Oma und auch meine Mutter (und abgesehen davon auch meine Tanzlehrerin) immer gesagt haben: „Übung macht den Meister.“

Also übe ich.

Ich übe mich im Schreiben. Und im Veröffentlichen.

Schreiben, schreiben, schreiben.

Veröffentlichen, veröffentlichen, veröffentlichen.

Man sollte meinen, dass sei kein Problem für mich. Denn ich habe einen Blog, ich schreibe einen Krimi, ich bin in Redaktionen aktiv. Und dennoch, ich habe Schwierigkeiten mit dem regelmäßigen Schreiben. Das Dranbleiben ist so verdammt schwierig. Ich meine, es gibt sooooo wahnsinnig viele Ablenkungen. Gerade jetzt versuche ich mich davon abzuhalten, zu dem sehr interessanten Buch zu greifen, dass in 35 Zentimeter Entfernung auf dem Couchtisch liegt und schon den ganzen Vormittag nach mir ruft. Ich weiß, dass es gut ist, denn die ersten 50 Seiten waren fantastisch.

Und abgesehen von utopischen Schreibprojekten, die ich mir mit großer Vorliebe an meinen freien Tagen – wie heute – ausdenke und beginne, um sie dann unweigerlich an den normalen Arbeitstagen zu verfluchen, wenn ich erst um 19 Uhr nach Hause komme und weder Sport gemacht noch schon was zu Essen hatte… wo war ich? Ach ja, abgesehen von diesen utopischen Schreibprojekten, ist mein anderes geliebtes Hobby das Lesen. Und auch dabei stelle ich mir immer wieder Herausforderungen. Heute möchte ich zum Beispiel dieses Buch auslesen: „What she’s having“. Eine Anthologie zu dem Thema Frauen und Essen mit bisher wirklich hervorragend geschriebenen Artikeln, Kurzgeschichten und Gedichten. Erschienen und entstanden bei @deardamsels, einer Community und Verlagsplattform, die sich seit 2016 den Worten und Werken von Frauen widmet.

Zurück zum Thema: Ich versuche also, die nächsten 7 Tage wirklich jeden Tag zu schreiben und jeden Tag etwas zu veröffentlichen.

Ob das klappt? Wir werden es sehen. Ob es gut wird? Keine Ahnung. Wahrscheinlich eher nicht. Aber das macht nichts. Es ist ein Experiment. Und ich bin gespannt, wo es mich hinbringt.

4 thoughts on “Täglich einen Blogpost schreiben? – Ein Experiment”

  • Ich hab das letztens probiert, allerdings ohne Ankündigung, vorgenommen habe ich mir immer Montag bis Freitag zu veröffentlichen. Ich muss zugeben, mein Traffic ist immens gestiegen, allerdings habe ich das nicht lange durchgehalten. Ich habe auch den Verdacht, dass die Qualität der Beiträge bei mir gelitten hat. Mitnehmen kann ich trotzdem, dass ich viel regelmäßiger schreiben werde, aber bei mir müssen die Dinge im Kopf lang genug reifen. Bin auf dein Fazit gespannt!

    • Ja, das mit dem Reifen kenne ich gut. Dass ich es angekündigt habe, zwingt mich ein bisschen dazu, es auch durchzuziehen. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Gedanken schon hatte, ihn dann aber nicht umgesetzt habe.
      Ich bin sehr gespannt, was ich dabei lernen werde.

      • Ich bin auch neugierig. So ganz habe ich mein Vorhaben ja noch nicht an den Nagel gehängt. Aber für mich war/ist es sehr schwierig die Kurve zu kriegen, was die Themen betrifft. Ich habe zwar viele im Kopf, aber die meisten sind zu umfangreich, als dass ich sie in einem 1-Tag- Blogbeitrag befriedigen unterkriege. Ich habe immer Vormittags eine halbe bis max. eine Stunde Zeit (wenn meine Kleine schläft) und das macht das Ganze zu einer ziemlichen Challenge. Was ich vorher nie gemacht habe, ich verwende Fotos aus der frei verfügbaren Datenbank. Denn das spart mit echt Zeit. Allerdings geht dadurch eine Menge Authentizität auf der Strecke. Ich werde mich dir aber anschließen und mein Experiment, soweit das für mich möglich ist, wieder aufnehmen.

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