Karomuster – Von spontanen Reiseplänen und Buchreihen

Karomuster – Von spontanen Reiseplänen und Buchreihen

Karomuster vermittelt unweigerlich eine Heimeligkeit, wie es nur wenig kann. Karomuster erinnert mich immer an Flanellhemden, heiße Schokolade, schneebedeckte Berge, windumtoste Klippen, prasselndes Kaminfeuer und den Duft vom salzigen Meer in der Nase. Karomuster verbinde ich mit Winter und Gemütlichkeit.

Merkwürdigerweise habe ich selbst sehr wenig Karomuster in meinem Kleiderschrank. Warum, weiß ich nicht genau. Denn eigentlich mag ich es. Vielleicht liegt es an dem Übermaß an Verwendung von Karos in komischen Kombinationen in den 90er Jahren? Da gab es eine Zeit, in der Hosen und Rucksäcke mit Karomuster in waren. Die Hosen fand ich fürchterlich, einen solchen Rucksack wollte ich immer haben und habe ihn nie bekommen. Das scheint sich unterbewusst festgesetzt zu haben. Das Einzige, dass bei mir im Haus Karomuster besitzt ist ein Küchenhandtuch. Deswegen ist es mir ein völliges Rätsel, wie ich zu so einer positiv gestimmten Wortdeutung komme. Gut, es ist vieles vielleicht klischeebehaftet. Aber warum auch nicht? Manchmal können Klischees richtig gut sein. Sie vermitteln Bekanntes, Wohliges, man weiß worauf man sich einlässt. Manchmal ist das genau das Richtige, das man genau weiß, was man braucht, was einem jetzt in diesem Moment guttut.

Und in diesem Moment möchte ich gerne das Flanellhemd, die warmen Socken und den heißen Kakao. Und dazu vielleicht noch einen passenden Cozy Mystery. Das wäre jetzt genau richtig. Anstattdessen habe ich einen stressigen Brotjob, eine utopisch lange To Do-Liste und Leitungswasser. Na schön, es könnte auch noch schlimmer sein.

Irgendwann schreibe ich vielleicht mal einen Cozy Mystery, in dem Karomuster eine wichtige Rolle spielt. Wer weiß das schon. Das hätte doch was. Und schwupps, schon hoppelt das nächste Plottbunny auf mich zu. Geradewegs. Die Flanellhemdmorde. Der Karo-Schock. Mord im Karomuster. Kariert, schockiert, tot. Zwischen Pepita, Vichy und Hahnetritt – Mord mit der Nähnadel.

Und schon ist die nächste Buchreihenidee geboren. Verdammt. Ich wollte mich doch auf meine aktuellen Projekte fokussieren und nicht weitere Ablenkungen schaffen. Gut die Titel sind noch nicht ausgereift, aber irgendwas gefällt mir daran. Und die Verknüpfung von Mord und Totschlag mit so einem aberwitzigen Thema wie Karomuster? Das hat was. Und wenn es nur eine verrückte Idee ist.

Ich müsste dann doch sicherlich noch ein paar Recherchereisen nach Schottland oder so machen… Oh, diese Ideen…

Das mit den Kolumnen sollte eine Schreibübung sein. Anstatt dessen entwickeln sie sich aber zu einem Ideenmotor. Herje, wenn das so weitergeht, bekomme ich jede Woche eine neue Buchidee. Mein Ideendokument wächst und wächst und wächst. Irgendwann muss ich dann mal die Zeit finden, um diese ganzen Ideen auch zu schreiben. Oder den berühmten Zeitumkehrer finden. Aber der versteckt sich bisher noch ziemlich gut.

Oh da fällt mir schon eine Figur für die Karo-Reihe ein. Verdammt. Ich öffne mal schnell ein neues Dokument und notiere das schnell, bevor es wieder weg ist.

Bis bald von einer hektisch Notizen machenden Stephie, die sich fragt, ob sie noch Kakao im Haus hat

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