Teil 1: Tom Hillenbrand – Gefährliche Empfehlungen (#krimiaugust)

Herzlich Willkommen liebe Leser beim ersten Check-In zum Readalong #krimiaugust. Wir lesen im August gemeinsam das Buch „Gefährliche Empfehlungen“ von Tom Hillenbrand. Wer noch mitlesen möchte, gerne: in diesem Beitrag findet ihr alle grundlegenden Infos sowie den Leseplan. Es ist ein sehr lockerer Leseplan mit ca. 100 Seiten je Woche. In der ersten Woche haben wir bis einschließlich Kapitel 12 gelesen.

1. Check-In #krimiaugust

 

Worum geht es?

Es ist ein kulinarischer Krimi und der luxemburgische Koch Xavier Kieffer wird in eine mysteriöse Angelegenheit verwickelt. Kieffer hat ein kleines Restaurant (Deux Eglises) in Luxemburg. Seine Freundin ist Valerie Gabin, die Geschäftsführerin des Guide Gabin, des großen international bekannten Pariser Restaurantführers und der Institution, die die Sterne im Gastronomiebereich verteilen. In Paris eröffnet seine Freundin Valerie Gabin eine neue Filiale des Guide Gabin. Bei der Eröffnung geschehen merkwürdige Dinge, ein radikaler Veganer stört die Veranstaltung, es gibt einen Stromausfall und m Ende ist einer der seltenen Guide Gabins verschwunden. Ausgerechnet das seltene Exemplar von 1939. Jetzt beginnen die Ermittlungen und Verzweigungen und mitten drin natürlich Xavier Kieffer. Der arme Kerl bekommt schon gleich zu Anfang wieder alles ab und startet mit dem Fund einer Leiche und einer Gehirnerschütterung. Noch dazu ist seine Freundin betroffen von dem Raub, also ermittelt er auf eigene Faust.

 

Erste Eindrücke

Das Buch beginnt mit einem Rückblick in die Vergangenheit. Wir lernen einen Soldaten/Spion im 1. Weltkrieg kennen, der mit Hilfe eines Radiosenders und eines Codebuches Nachrichten entschlüsselt. Es ist ein ganz anderer Beginn, als bei den bisherigen Bänden von Hillenbrand. Aber ich muss sagen, diese Blick in die Vergangenheit gefiel mir ausgesprochen gut. Denn der Clou an der Geschichte ist, dass ausgerechnet der Guide Gabin zum Entschlüsseln der Codes dient. Eine klasse Idee!

Zum Schmunzeln brachten mich dann auch noch der Argentinier, der in Frankreich ausgebildet worden ist und nun eine Restaurantkette für Fast-Food-French-Cuisine eröffnet: „Das Bastille“. Und zwar in Deutschland! In Berlin Mitte! Hillenbrand hat wirklich ein Händchen für Ironie und Humor. Kurz darauf folgt auch der Auftritt des „radikalen Veganers“, der die Eröffnungsveranstaltung auf unschöne Weise beendet.

Hillenbrand lässt ganz sanft aktuelle Geschehnisse in sein Buch einfließen. Das ist mir noch nie so aktuell aufgefallen. Die Terrorvorfälle in Frankreich werden nicht deutlich angesprochen, aber in Nebenbemerkungen der Figuren werden sie verarbeitet. Sie sind ein leichter Unterton. Es ist passiert und die Figuren versuchen mit den veränderten Situationen und Stimmungen im Alltag umzugehen. Dieses Thema ist aber nicht ein zentraler Punkt im Buch. Hillenbrand schafft es, die Stimmung eines Landes innerhalb eines kleinen Nebensatzes einzufangen.

Das gleiche macht er mit solchen Entwicklungen wie den Restaurantketten (Bastille). Hier erkennt man schnell die Kette „Vapiano“ wieder. Es sind nebensächliche Erwähnungen, die unglaublich gut den Zeitgeist einfangen. Sie sind nicht zwingend für die eigentliche Geschichte wichtig, sie lassen aber das Hintergrundbild entstehen, die Welt, in der sein Krimi spielt. Und es macht Spaß, diese Dinge zu entdecken und wieder zu erkennen.

 

Der Fall

Jetzt noch kurz zum Kriminalfall: Ein altes Buch wurde gestohlen und der Besitzer wurde ermordet. Damit haben wir die Grundlage. Involviert ist irgendwie auch noch der französische Präsident. Es kann losgehen für den Luxemburger Koch.

Eine Frage nebenbei: Geht es euch auch so, dass wenn ihr von leckeren Weinen und Essen etwas liest, unweigerlich Hunger/Durst bekommt? Ich befürchte ich muss noch mal einkaufen gehen. Kaffee und französische Croissants. 😉

Wie hat euch der erste Teil gefallen? Könnt ihr schon etwas dazu sagen? Oder habt ihr schon ein Zitat, das euch besonders gefallen hat? Ich freue mich auf eure Leseeindrücke.

 


Hier findet ihr alle Infos und den Leseplan: Readalong #krimiaugust.



2 thoughts on “Teil 1: Tom Hillenbrand – Gefährliche Empfehlungen (#krimiaugust)”

  • Bis jetzt gefällt mir das Buch, wie auch die anderen Kieffer-Fälle, sehr gut. Insbesondere auch kritische Bemerkungen über die Sterneküche (-zirkus). Hier hat mir z.B. die Beschreibung gefallen, wie ein Spiegelei nach der Point-Methode gebraten wird und hierbei man aufgrund des Zeitaufwandes duchaus verhungern kann. Schmunzeln mußte ich auch über die fehlende Technikverbundenheit unseres Koches. Sein alter Laptop ist nicht so empfindlich wie die heutigen. Hier konnte er schon mal einen Cappucino drüber schütten, ohne das etwas passierte. Das Kieffer vom Präsidenten gebeten wird, in dem Fall zu ermitteln macht mich schon skeptisch. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    • Oh ja, das Wort Sternezirkus passt hervorragend. Und wer wünscht sich nicht einen Laptop, der mal etwas Flüssigkeit aushält. 😉 Ich bin auf jeden Fall auch gespannt, in welche Richtung sich der Fall noch entwickeln wird.

Kommentar verfassen