Immer und jederzeit schreiben? So geht’s!

Immer und jederzeit schreiben? So geht’s!

Denkt ihr manchmal darüber nach, dass ihr gerne schreiben würdest? Würdet ihr auch gerne überall, egal wo, sich hinsetzen können und sofort mit dem Schreiben und Notieren loslegen? Dann sind diese Tipps hier vielleicht genau das Richtige.

Ich habe mich häufig schon in den diversen Situationen wiedergefunden, in denen ich dachte, Mensch, diese Idee musst du aufschreiben oder diese Szene würde doch perfekt in das Kapitel passen, aber jetzt stehe ich in der Kassenschlange und muss es mir bis später merken. Das schaffe ich bestimmt, mir das zu merken. Die Idee ist so gut, die vergesse ich nicht mehr.

Und was war?

Die Idee war weg.

Diese innere Barriere und dieses festgefahrene Bild von Autor*innen, die an ihrem Schreibtisch sitzen und gedankenverloren aus dem Fenster auf eine wunderschöne Landschaft schauen um dann einen perfekten Satz, eine Szene, eine Figur oder auch ein Buch herunter zu tippen – dieses Bild sitzt sehr tief. Sich davon zu lösen, ist nicht einfach. Aber es ist möglich. In meinem Beitrag zu den Filmen über die Schriftsteller*innen oder Schreiberlinge aller Art wird immer wieder dieses Bild gebracht. Aber eben auch alles andere. Da gibt es auch den Autor, der sich die Haare rauft und erst beim Autofahren die zündende Idee kommt. Da gibt es die Journalisten, die sich auf Schmierzettel wichtige Informationen notieren, damit sie notiert sind und die eben nicht erst nach dem perfekten Notizblock suchen. Da gibt es die Autor*innen die einfach auf eine weiße Wand starren oder die im Bett oder der Badewanne schreiben. Egal wo und wie, Hauptsache die Worte werden festgehalten.

Und genau das ist die Verhaltensweise, die ich mir selbst angewöhnen will und zum Teil auch schon habe. Egal welches Papier, egal welches Tool. Es muss nicht der Lederschreibtischstuhl vor dem Eichenschreibtisch sein, bevor ich meine Geschichten schreiben kann.

Ich persönlich schreibe so gut wie nie an meinem Schreibtisch. Wenn ich schreibe, dann auf der Couch oder an meinem Küchentisch. Da schreibe ich am liebsten. Im Bett, auf dem Boden, im Stehen, beim Yoga, an der Haltestelle, in der Schlange an der Kasse – egal wo, Notizen und Ideen können immer gemacht werden. Und hier sind meine Tipps, wie ich das so einfach wie möglich und so effizient wie es geht, praktikabel mache.

Die Tipps

  1. Habe immer überall Notizblöcke und Stifte offen herumliegen.

In jedem meiner Räume liegt entweder Notizpapier oder ein Heft oder ein Block. Es ist immer in Reichweite und nie weit weg. Darin oder daneben liegt auch immer ein Stift. Egal welcher. Der Vorteil von Bleistiften – sie schmieren nicht und sind immer startbereit. Man muss noch nicht einmal einen Knopf zum Aktivieren drücken. Mein Bullet Journal bzw. ein Notizheft habe ich auch immer, wirklich immer in der Handtasche. Es kann passieren, dass ich ohne Buch einmal aus dem Haus gehe – auch das ist eher selten – aber ohne Notizheft und Stift passiert es niemals. Kein Wunder, dass meine Handtaschen immer so schwer sind.

  1. Notiere alles

Jede Idee ist es wert, festgehalten zu werden, so absurd sie auch scheinen mag. Wer weiß, wann du sie mal gebrauchen kannst. Und es heißt ja nicht, dass du jede Idee verwenden musst.

  1. Nicht nachdenken

Denke nicht über das Schreiben nach und wie du schreiben willst. Denke nicht darüber nach, ob es das richtige Papier ist, ob der Stift schön schreibt oder sonst irgendwas. Schreib es einfach auf. Es ist völlig egal, ob es schön aussieht. Hauptsache der Inhalt ist notiert. Denken ausschalten!

  1. Schicke dir eigene Whats-App-Nachrichten

Ja das geht! Darauf bin ich auch erst vor kurzem gekommen, aber seitdem notiere ich noch sehr viel mehr. Es gibt lauter tolle Apps um Dinge zu notieren und Leselisten anzulegen und weiß der Geier noch mehr. Aber die App, die wirklich am schnellsten zu handhaben ist, ist und bleibt einfach Whats-App. Um sich selbst Nachrichten zu schicken, speichert einfach eure eigene Nummer als Kontakt ab. Und schon kann das Gespräch mit euch selbst losgehen. Links, Ideen, Notizen, manchmal nur einzelne Wörter. In meinen eigenen Chat kommt alles, was mir on the go einfällt. Sitze ich im Bus und höre einen absurden Dialog mit, der verflucht gut in eine kommende Szene von meinem Krimi passt? Kein Problem, Chat geöffnet, Stichworte notiert, fertig. Auch Sprachnachrichten sind möglich. Wenn man keine Hände frei hat oder Videos, Fotos oder Links im Netz findet. Die Möglichkeiten sind unendlich. Und das schöne, es ist alles an einem Platz. Gut es ist ein Wildwuchs sondergleichen, aber das ist egal. Hauptsache, es ist notiert.

 

Das waren meine Tipps. Bei regelmäßiger Wiederholung geht das irgendwann in Fleisch und Blut über und ihr denkt gar nicht mehr nach, ihr schreibt/notiert einfach nur noch und damit nimmt der Ideenverlust dramatisch ab.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die unabhängige Buchhandlung oder den Schreibwarenhandel ihres Vertrauens, die haben sicherlich etwas im Angebot um die nervösen Zuckungen zu beheben, weil man kein Papier oder keine Stifte mehr hat.

 


Die Flutkatastrophe im Juli 2021 hat vielen Menschen die Existenz geraubt. Bitte helft durch eine Spende den Betroffenen. Ich verlinke unter jedem kommenden  Blogbeitrag eine Möglichkeit, um Geld zu spenden.

Hier könnt ihr beim Deutschen Roten Kreuz für die Hochwasser-Betroffenen spenden: https://www.drk.de/hochwasser

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