Neues Jahr, neue Herausforderungen… oder Landkarten

Neues Jahr, neue Herausforderungen… oder Landkarten

Das neue Jahr ist traditionell in unseren Breiten hier nun schon über einen Monat alt. Die guten Vorsätze sind gefasst und meist schon wieder verworfen. Der Januar stellte sich als ebenso fürchterlich heraus wie der irrsinnige Dezember. Daher habe ich beschlossen, das neue Jahr diesmal einfach später zu beginnen. Und wenn man sich ein wenig umschaut, dann findet man auch etwas Passendes. Am 1.2. war das chinesische Neujahrsfest und das Jahr des Tigers begann. Laut dem Internet dauert das Fest zwei Wochen, wir sind also noch mitten drin. Perfekt. Außerdem hört sich „Jahr des Tigers“ fantastisch an. Es hört sich nach Roar von Katy Perry und nach Kraft und Energie und vielen tollen neuen Möglichkeiten an.

Also Happy New Chinese Year!

Und laut meinem chinesischen Horoskop hat die Ratte (geboren 1984) im Jahr des Tigers folgendes zu erwarten: „The bad luck you experienced in 2021 will be completely washed away and replaced by happiness and joy in many aspects of life.“ Na das hört sich doch vielversprechend an.

Hallo 2022, jetzt aber wirklich. Der Januar war vollgepackt. Jetzt im Februar versuche ich langsam wieder meine kreativen Energien zu reaktivieren und den Blog wie auch meine diversen Schreibprojekte wiederzubeleben. Die Pläne sind gemacht. Ob sie durchgeführt werden? Wir werden sehen.

Aber es wird Zeit, dass etwas Neues beginnt. Auch wenn der Januar nur meh war, der Februar und auch der Rest des Jahres können noch viel Potential haben. Wie war das doch gleich? Es ist das, was du daraus machst? Oder so? Ich habe vergessen, wie genau der Spruch ging, aber ich stelle mich dem neuen Jahr. Dem Jahr des Tigers.

Im Januar habe ich Austin Kleons „Alles nur geklaut“ wieder gelesen. Ein sehr inspirierendes und vor allem motivierendes Buch. Genau das Richtige für einen neuen Start, ein neues Jahr. Er spricht in dem Buch davon, dass man seinen künstlerischen Stammbaum entwickeln kann. Man startet bei einer kreativen Person und versucht alles über sie in Erfahrung zu bringen, die Welt wie sie zu sehen. Das ist das wichtige. Nicht einfach nur sie zu kopieren, sondern zu lernen, wie ihre Perspektive auf die Welt ist, wie sie ihre Kunst sieht. Und von da aus geht man weiter. Wen hat diese Person inspiriert? Wer hat diese Person wieder inspiriert oder wer waren ihre Vorbilder? So entsteht ein künstlerischer Stammbaum. Man bleibt neugierig und springt immer weiter. Manche Dinge und Personen inspirieren einen selbst zu anderen Dingen und Personen, zu anderen Werken, zu anderer Kunst. Das persönliche kreative Netzwerk wächst und entwickelt sich weiter. Die weißen Flecken auf dieser Landkarte der Kreativität werden nie vollständig gefüllt sein. Denn sie sind endlos. Es geht immer weiter. Es ist ein Prozess, der niemals abgeschlossen ist. Und genau das macht es so spannend. Es ist ein Prozess, der die eigene persönliche Landkarte der Kreativität in immer neuen und bunten Farben erstrahlen lässt. Neue Personen, Methoden, Ideen treten in das Leben und weisen auf weitere neue und alte Personen, Methoden, Ideen. Es ist eine sehr persönliche Landkarte, die dabei entsteht. Und das schöne ist, sie ist für jeden anders. Natürlich gibt es auch schwarze Löcher und unschöne Ecken. Aber welche Landkarte hat schon keine Wüsten oder tiefe Schluchten. Die gehören dazu. Solange man neugierig bleibt, kann man auch immer wieder neue Oasen oder Regenwälder oder Blumenwiesen finden.

Also los geht es, auf Entdeckungsreise in das Jahr 2022. Ich bin gespannt, welche neuen Farben das Jahr mit sich bringt, welche Menschen ich treffe, welche Ideen kommen. Ich bin neugierig, wie sich meine kreative Landkarte weiterentwickelt.

 

In diesem Sinne „Xinnian kuaile“. Vielleicht fange ich ja eine neue Sprache an? Chinesisch zum Beispiel?

Alles Liebe euch und viel Gesundheit und Glück und was man sich sonst noch so wünscht,

eure Stephie

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