New York Times By The Book-Tag: 10 Fragen rund ums Lesen

Booktube ist ein wahrer Fundort für Inspiration (In einem meiner letzten Blogposts habe ich von Booktube erzählt.) Dort macht im Moment ein so genannter TAG die Runde: Der New York Times By The Book Tag (NYT By The Book Tag). Es sind 10 Fragen, die zu beantworten sind. Kreiert hat diesen Tag Marie. Sie hat 10 Fragen aus dem Buch By the Book zusammengestellt, die sie gerne selbst einmal beantworten wollte. “By the Book” ist eine Interviewreihe der New York Times, die sehr lesenswert ist. Das Buch steht natürlich schon auf meiner Wunschliste. Lasst uns mit den Fragen starten (der Einfachheit halber, habe ich die Fragen ins Deutsche übersetzt):

mohn_ostia

  1. Welches Buch liegt zur Zeit auf deinem Nachttisch?

Das sind mal wieder mehrere. Ich lese immer noch in Martha Gellhorns „The Face of War“ (ja, es ist richtig, ich brauche ewig für dieses Buch). Desweiteren Stieg Larssons „Verblendung“ und seit kurzer Zeit auch Caitlin Morans „Moranifesto“, das ich bereits jetzt ganz fantastisch finde. Es ist die Sammlung ihrer Kolumnen.

 

  1. Welches Buch, das du zuletzt gelesen hast, war wirklich außergewöhnlich gut?

Das ist schwierig. Es gab in diesem Jahr schon einige tolle Lektüren. Die zwei absoluten Topbücher in diesem Jahr sind wohl „Der Marsianer“ von Andy Weir und „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker. Beide Bücher konnte ich so gut wie nicht aus der Hand legen und beide überraschten mich mit etwas völlig neuem (Genre, Schreibstil, Autor, Plotidee).

 

  1. Wenn du einen Autor treffen könntest – tot oder lebendig -, welcher wäre das? Und was würdest du wissen wollen?

Ich war nie die Person, die gerne Autoren oder Stars treffen wollte, geschweige denn Autogramme gesammelt hat. Von daher denke ich darüber wirklich nicht so viel nach. Aber es ist ein interessantes Gedankenspiel. Und ich glaube Jane Austen und Mark Twain wären wirklich interessante Gesprächspartner. Vielleicht sogar zusammen beim Teetrinken – das wäre mal eine Teegesellschaft! Und dann würde ich diese zwei aufeinander loslassen und amüsiert zuschauen.

 

  1. Von welchen Büchern wären wir überrascht sie auf deinen Regalen zu finden?

Gute Frage, da gibt es sicherlich einige. Zum Beispiel die wenigen Jugendbücher, die sich in meinen Regalen befinden. Enyd Blyton zum Beispiel habe ich als Kind wirklich geliebt, besonders die Tina und Tini-Reihe. Die ersten 17 Bände der Janet Evanovich Reihe stehen auch in meinem Regal. Sehr lustige Krimis, die allerdings immer nach dem gleichen Schema F funktionieren. Aber egal, manchmal ist man einfach in der Laune für einen Feelgood-Krimi.

 

  1. Wie organisierst du deine persönliche Bibliothek?

Ich hatte vor langer langer Zeit tatsächlich mal eine Ordnung in meinen Regalen und ich wusste genau, wo welches Buch steht. Das ist jetzt leider vorbei und nach der letzten Umräumaktion herrscht ein regelrechtes Chaos in meinen Regalen. Ganz ganz grob gibt es ein paar Fächer, in denen alle ungelesenen Bücher stehen. Der Rest ist bunt gemischt. Das macht es im Moment wirklich schwierig, wenn ich ein Buch verleihen will und es nicht direkt finde. (#seufz #ProblemevonLeseratten)

 

  1. Welches Buch wolltest du immer schon mal gelesen haben, bist aber noch nicht dazu gekommen?

Ich habe zur Zeit etwa 160 ungelesene Bücher (ja, geschrieben sieht es noch schlimmer aus, als es zu hören) und ich wollte sie alle lesen, bin aber noch nicht dazu gekommen. Ganz oben auf der Liste steht „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt. Dieses Buch wird mir von allen Seiten immer wieder empfohlen, aber ich schaffe es irgendwie nicht, es zu lesen. Vielleicht ist es ein Buch für den Juni. Wer weiß….

 

  1. Enttäuschend, überschätzt, einfach nicht gut: Bei welchem Buch hattest du das Gefühl, dass es dir gefallen sollte, das dir aber einfach nicht gefallen hat? Erinnerst du dich an das letzte Buch, das du nicht beendet hast?

Wirklich enttäuscht war ich von „The Princess Bride“ von William Goldman. Ich verstehe immer noch nicht, wie dieses Buch so einen großen Erfolg haben konnte. Es ist mir völlig schleierhaft. „The Princess Bride“ habe ich allerdings beendet.

Das letzte Buch, das ich nicht beendet habe, war dagegen unfreiwillig, denn es ist ein Bibliotheksbuch gewesen: „In order to live“ von Yeonmi Park. Ich hatte die Ebook-Variante bei der Onleihe ausgeliehen und habe es leider nicht vor Ausleihende zu Ende gelesen. Jetzt ist es natürlich schon wieder verliehen. Es ist die Geschichte eine Nordkoreanerin, die es geschafft hat nach China zu fliehen.

 

  1. Von welchem Geschichtentypus wirst du angezogen? Gibt es welche, die du meidest?

Ich lese sehr viele unterschiedliche Arten von Geschichten. Es ist schwierig sich hier für eine zu entscheiden. Die zweite Frage kann ich da wohl eher beantworten: Große langatmige Familiensagas lese ich wirklich nur sehr selten. Ich kann mich ehrlich gesagt auch erst an Drei erinnern und davon war eine eine Lektüre für die Universität.

 

  1. Wenn du dem Präsidenten (für Deutschland dann wohl eher der Kanzlerin) ein Buch empfehlen könntest, welches würde das sein?

Und schon wieder so eine Was wäre wenn-Frage, bei denen ich mich ja immer frage, wie realistisch ist das überhaupt. Aber es gehört zu diesem Tag hinzu und ist auch ein wenig das Spaß-und-Spiel-Potential. Also welches Buch würde ich unserer Landesleitung empfehlen? Hmmm…. Vielleicht einen Klassiker? Nein, ich weiß: „Die Besteigung des Rum Doodle“ von William E. Bowman. Denn ich habe das Gefühl Humor tut allen gut und manchmal benimmt sich die Politik genauso wie die Teilnehmer dieser absolut kuriosen Bergsteigergroteske – weder logisch noch einsichtig. Also Frau Merkel, lesen Sie dieses Buch. 😉

 

  1. Was liest du als Nächstes?

Ich denke ich lese auf jeden Fall noch “Moranifesto” weiter/zu Ende. Was mich danach anspricht, das weiß ich jetzt leider noch nicht. Ich bin ein Stimmungsleser. Je nachdem, auf was ich Lust habe, das wird aus dem Regal geholt. Dank meiner stetig wachsenden Sammlung ungelesener Bücher (s. o.) habe ich fast immer etwas aus allen Genres zu Hause. Und wenn nicht, gibt es ja zum Glück noch die Stadtbibliothek wie auch die Stadtteilbibliothek.

 

So, ich hoffe ihr hattet ein bisschen Vergnügen, mir hat das Beantworten dieser Fragen auf jeden Fall großen Spaß gemacht. Wer möchte, kann diese Fragen natürlich ebenso übernehmen und beantworten. Nur zu, ran an die Tasten.



Kommentar verfassen